Aufwachsbedingungen

 

 Wichtigkeit der Aufwachsbedingungen

Neben den günstigen Rasseeigenschaften des Elo und des Kleinpudel, haben die Aufwachsbedingungen des Welpen ganz entscheidenden Einfluss auf die Persönlichkeit des erwachsenen Hundes. Nur, wenn der Welpe artgemäße Rahmenbedingungen und Anregungen vorfindet, kann er sein volles Potential ausschöpfen. Das gilt sowohl für die Entwicklung der Persönlichkeit als auch für die Gesundheit.
Vielfältige und an das Alter angepasste Begegnungen mit Mensch und Tier sowie eine anregende Umwelt während der wichtigen Prägephase lassen den Welpen bestens gerüstet ins Leben eines Hundes in unserer Gesellschaft starten.
Alles, was der Welpe bereits kennen gelernt hat, wird den erwachsenen Hund nicht mehr aus der Ruhe bringen. Je mehr Gelegenheiten der Welpe hat, die unterschiedlichsten Erfahrungen zu sammeln und Herausforderungen zu bestehen,  desto ausgeprägter wird seine Gelassenheit und sein Selbstvertrauen, so dass er dann auch  unbekannte Situationen mit Souveränität meistert.

Aber, es schadet unter Umständen mehr als es nützt, wenn die jungen Hunde ohne Fingerspitzengefühl und Fachverstand mit Reizen überhäuft oder nach einem vorgefertigten Schema mit Neuem konfrontiert werden.
Jeder Welpe und jeder Wurf ist anders! Und gerade junge Hunde brauchen viel Zeit und Ruhe, das Erlebte auch zu verarbeiten und zu integrieren.
In jeder Entwicklungsphase gibt es andere Wahrnehmungs-, Verhaltens- und Lernaufgaben zu bewältigen. Als grobe Richtschnur kann man sagen, dass alles, was den Welpen Spaß macht, ihre Entwicklung förderrt.


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Rahmenbedingungen

Unsere Welpen wachsen in Norddeutschland, etwa 40 km südlich von Hamburg auf.

Wir wohnen in ländlicher Umgebung in einem Einfamilienhaus mit großem Naturgrundstück. Unsere erwachsenen Hunde und die Welpen dürfen sich hier, genauso wie im Haus frei bewegen. Einen Zwinger oder ein Gehege gibt es bei uns nicht.
Die Welpen lernen trotzdem schon frühzeitig, dass es auch Verbote gibt. Da es aber sooo viel gibt, was sehr spannend und erlaubt ist, respektieren sie diese problemlos.

Als Züchterin verfüge ich über bald zwanzig Jahre Erfahrung. Eigene Hunde habe ich seit fast vierzig Jahren. Genauso lange lerne ich von und mit den Hunden.
Aus meiner hauptberuflichen Tätigkeit als Klang- und Psychotherapeutin, bringe ich eine gute Beobachtungsgabe, Einfühlungsvermögen und intuitives Verständnis, ein umfangreiches Wissen über Persönlichkeitsentwicklung, Kommunikation, Entwicklungsabläufe, Lernverhalten, Traumata und nicht zuletzt Therapie mit. Es bereitet mir große Freude, dieses berufliche Wissen und meine Lebenserfahrung mit meiner lebenslangen Tierliebe zu verbinden und den jungen Hundewesen einen optimalen Start ins Leben zu ermöglichen.
Da ich eine unverbesserliche Querdenkerin bin, habe ich mich immer in erster linie auf meine eigenen Beobachtungen und Erfahrungen verlassen und nichts, was ich so gelesen und gehört habe ungeprüft übernommen.

Es ist mir ein besonderes Anliegen, mit meinen Hunden so zu leben, dass meine menschlichen Bedürfnisse respektiert werden, dass aber auch die Hunde ihren Raum haben, in dem sie sich frei und artgemäß entfalten können.
Mir ist es nicht wichtig, dass meine Hunde quasi auf Knopfdruck "funktionieren" und Befehle ausführen. Im Alltag kooperieren sie freiwillig mit mir. Ich spreche mit ihnen in ganzen Sätzen und sie verstehen meine Anliegen. Ich verstehe aber auch ihre Einwände und ihre Kompromißvorschläge.
Mir ist es wichtig, dass wir uns vertrauen und dass sie mich in ihre Welt einladen. Dass wir als gleichwertige Wesen voneinander und miteinander lernen. Das geht nicht immer ohne Schmerzen - genau wie bei menschlichen Partnern und Kindern. Aber es geht, ohne dass ich mich als Mensch innerlich über die Hunde stelle. Und wie alles im Leben, auf das wir uns wirklich einlassen, birgt das Zusammenleben mit den Hunden vielfältige Herausforderungen zur eigenen Entwicklung.


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Vielfältiger Kontakt  mit Mensch und Tier 

Wir sind eine artübergreifende Lebensgemeinschaft aus Mensch und Tier. Unser Miteinander ist geprägt von Achtung, Liebe und gegenseitiger Fürsorge.
Unsere Welpen wachsen mitten in dieser Gemeinschaft auf. Unsere "Zuchthündinnen" sind ganz normale Familienhunde. Sie gehen täglich mit spazieren und sind so weit irgend möglich bei jeder Unternehmung und jeder Reise mit dabei - alle.

Bei der Auswahl des Vaters der zukünftigen Welpen berücksichtigen wir die Vorlieben der Hündin. Unsere Dunja hat sich immer schon 14 Tage vor dem Eintritt der Läufigkeit mit ihrem Herzensrüden verabredet. Einen anderen Rüden hat sie nicht akzeptiert. Jegliche Anwendung von Zwang bei der Verpaarung lehnen wir grundsätzlich ab.

Candy und Blue, unsere beiden Katzen, teilen mittlerweile nur ungern das Wohnzimmer mit den kleinen Wuselzwergen. In ihrem fortgeschrittenen Alter wünschen sie sich etwas mehr Ruhe im Haus. Sie haben zwar mittlerweile auch gelernt, den Welpen Grenzen zu setzen. Meist gehen sie Auseinandersetzungen aber doch am liebsten aus dem Weg und ziehen vorübergehend in die obere Etage.

Unser Laufentenpärchen hält nicht nur den Garten von Schnecken frei, sondern bietet den Welpen auch ein zusätzliches Unterhaltungs- und Erfahrungsprogramm.
Unsere Hunde sprechen "entisch": wenn die Enten vor einer Gefahr warnen, sind die Hunde sofort zur Stelle und vertreiben den Feind.

Gladur und Hertlingur, unsere beiden Islandpferde tragen  ihren Teil zur Sozialisierung der Welpen bei. Ihr ausgebürstetes Fell verschafft erste Schnüffelerlebnisse noch in der Wurfkiste. Später wandern die lebendigen Rasenmäher durch den Garten. Besonders Gladur liebt Welpen und begnabbelt sie gerne von oben bis unten. "Leider" treten die Pferde aber nie nach den Hunden aus, so dass sie diesen Teil des Umgangs mit Pferden bei uns nicht lernen können. Dafür lernen sie aber, dass diese "Riesenhunde" ganz Vertrauen erweckende Gesellen sind. Und wenn wir sie dann bei einem der ersten Ausflüge auf der nahe gelegenen Weide besuchen, trifft man Bekannte wieder.

Auch Nachbars freilaufende Hühner samt einem Hahn, mit dem nicht zu Spaßen ist, und die Kühe des Bauern beteiligen sich an der "Ausbildung" der Welpen.

Zusätzlich zu den verschiedenen bei uns lebenden Haustieren nutzen wir bei unseren vielfältigen Ausflügen mit den Welpen Begegnungen mit anderen Tieren, wie fremden Hunden, Katzen, Gallowayrinder, Pferden, Damwild und was uns so über den Weg läuft.

Kontakt zu fremden erwachsenen Hunden ( Vater, Onkel oder Hunde unserer Freunde )  sowie der Verbleib im Familienverband von mindestens 10 bis 11 Wochen, macht die Welpen sicher im Sozialverhalten gegenüber Artgenossen.

Für eine gute Prägung auf den Menschen sorgen neben den vertrauten Personen, zahlreiche große und kleine Bekannte, die gerne zum Spielen mit den Welpen kommen. Auch die zukünftigen Welpenbesitzer tragen durch ihre regelmäßigen Besuche zur Vertrautheit der Welpen zu unterschiedlichsten Menschen bei.


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Umwelterfahrungen – ganz wichtig 

Die Welpen lernen frühzeitig, sich in Haus und Naturgarten zurechtzufinden. Sie finden heraus, dass es alternative Wege gibt, wenn eine Tür verschlossen ist. Sie lösen das Rätsel der durchsichitigen aber nur unregelmäßig durchlässigen Terrassentür. Sie bringen sich vor dem Erpel in Sicherheit, der seine Nachkommen beschützt und sie finden Höhlen, Büsche, Baumstämme und Berge zum Erklettern, Bespielen und Verstecken.
Schließlich folgen sie den netten Menschenbeinen in bis dahin unbekannte Bereiche und entdecken so immer wieder neue spannende Dinge.
Ihre erste Säuglingszeit verbringen die Welpen ausschließlich in einer ruhigen Ecke im Wohnzimmer, welches sich mit zunehmendem Alter der Welpen nach und nach in eine interessante Spielwiese für kleine Entdecker verwandelt. ( Besonders beliebt sind ein Berg aus Schaumgummipolstern, die verschiedensten teils geräuschintensiven Spielsachen und die zahlreichen Kuschelplätze in Tonröhren, großen Blumentöpfen, unter dem Sessel etc.)
Sobald Mama es erlaubt, können die Zwerge dann etwa ab der 5. Woche durch eine Art Hundeklappe selbständig ins Freie.

Obwohl die Kleinen unseren Garten lieben, halten sie sich auch wenn sie schon größer sind, weiterhin gerne im Haus auf und lernen hier die Geräusche und Aktivitäten in einem menschlichen Haushalt kennen. Angefangen vom Klavierspiel über Telefon, Radio, Staubsauger-, Küchen- und Spülmaschinenlärm bis hin zum Feuer im Kachelofen und dem Erklimmen der Treppe ins obere Stockwerk, wo sie auch mit Badezimmergeräuschen vertraut werden.
Zum Aufenthalt im Haus gehört selbstverständlich auch das Akzeptieren von Tabus, welche eine gute Grundlage für die spätere Mensch-Hund-Kommunikation bilden.

Auch im Garten arrangieren wir immer wieder neue Erlebnismöglichkeiten mit schrägen Ebenen, Zweigen, Baumstämmen, Planen, Tunnel, Windmühlen, Flatterbändern etc. etc. Besonders beliebt ist ein alter Baumstumpf, unter den unsere großen Hündinnen eine Höhle mit mehreren Eingängen gegraben haben.

Zu Fuß und auch mit dem Auto unternehmen wir mit den Welpen diverse kleine Ausflüge, so dass ihnen Autofahren und unterschiedlichste landschaftliche Bedingungen bei Abgabe bereits vertraut sind.

Sie kennen Verkehrslärm, Trecker, Fahrräder, Bahngeräusche, Menschenmengen, sogar Rollstuhlfahrer, aber auch Wiesen, Wald, Abhänge, Sandberge, Bäche, Brücken, Pfützen, etc.


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Vorbereitung auf das Leben in der neuen Familie 

Die zukünftigen Besitzer werden so früh wie möglich in das Aufwachsen der Welpen miteinbezogen, indem sie uns regelmäßig besuchen, ausgiebig mit den Welpen spielen und später dann auch schon kleine Ausflüge mit ihrem neuen Familienmitglied unternehmen dürfen. Auf diese Weise entsteht bereits eine Bindung an die neuen Bezugspersonen, welche beiden Seiten die Umstellung nach dem Abholen ganz enorm erleichtert.

Außerdem ist  jeder Welpe vor dem Abholtermin schon  tagsüber für einige Zeit in einem Zimmer der vertrauten Umgebung  alleine geblieben.

Wenn unsere Welpen bei ihren Menschen einziehen, kennen sie schon:

ihren Namen,

warten gesittet im Sitzen auf das Futter ohne hochzuspringen,

kommen auf Zuruf,

respektieren Tabus: kennen „ nein“ bzw. die Tatsache, dass es sehr interessante Dinge im Leben gibt, die aber leider verboten sind.

Mit dem Tragen eines Halsbandes sind sie ebenfalls vertraut.

Je nach Wurfgröße und Abgabezeitpunkt haben wir teilweise sogar schon das Gehen an der Leine geübt.

All diese Dinge lernen unsere Welpen ohne Strafmaßnahmen und ohne Leckerlis aus eigener Entscheidung, dafür mit umso mehr Begeisterung.

Die Sauberkeitserziehung unserer Welpen beginnt, sobald sie die Wurfkiste verlassen und sich alleine lösen. Dabei wenden wir weder negative Reize noch Lob an, sondern nutzen geschickt die natürlichen Instinkte der Hunde, so dass sie ganz von selber Gras als bevorzugten Pinkelplatz wählen.

Bei Abgabe sind die Welpen in ihrer vertrauten Umgebung in der Regel weitestgehend stubenrein. In der neuen Familie kommt es dann darauf an, dass es Mensch und Hund gelingt, eine gemeinsame Sprache zu entwickeln, so dass der Mensch versteht, wenn der Hund Bescheid sagt, dass er mal muss. In vielen Familien klappt das von Anfang an ohne ein einziges Maleur.


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Gesundheit  

Ernährung

Unsere erwachsenen Hündinnen verfügen über eine robuste Gesundheit und säugen ihre Jungen bis zur Abgabe.
Ab Ende der 5. Woche beginnen die Mütter ganz allmählich mit dem Zufüttern. Zunächst wird den Welpen etwa einmal am Tag von der Mutter Futter vorgewürgt, wie es Wölfe auch bei ihren Jungen machen. Dadurch gewöhnen die Welpen sich an das Futter und bekommen die passenden Bakterien zur Verarbeitung gleich von Mama mitgeliefert.

Nach einer knappen Woche erlaubt die Mutter dann das erste richtige Fressen. Genau wie die erwachsenen Hunde bekommen auch die Welpen überwiegend frisches Futter, inklusive frischer Kräuter und Wildgemüse. Das Fleisch nagen sie meistens selbst vom Knochen ab. So fressen sie automatisch kleinste Stücke und das in Maßen, was die Verdaulichkeit enorm verbessert. Je besser das Futter verdaut werden kann, desto weniger Chancen haben Würmer.

Bei Abgabe kennen die Welpen sowohl Fertigfutter (ohne künstliche Farb-, Lock- und Konservierungs- und Minaralstoffe) als auch verschiedene Obst- und Gemüsesorten, sowie frische Fleischknochen mit reichlich natürlichen Vitaminen und natürlichen Mineralstoffen.

Im Laufe der Jahre hat sich herausgestellt, dass die Hunde sehr wohl wissen, was sie in welcher Lebensphase an Nahrungsmitteln brauchen. Das ist von Hund zu Hund durchaus verschieden. Deswegen dürfen sie, insbesondere während der Trächtigkeit und Stillzeit, ihr Futter weitgehend selbst aussuchen. Wir achten darauf, dass das Futter aus bester Herkunft stammt. Nahrungsergänzungsmittel, die nicht im natürlichen Verbund sind, verwenden wir bewusst nicht.

Homöopathie

Unsere Hunde - und auch die anderen Tiere - bekommen mittlerweile in der fünften Generation keine schulmedizinischen Medikamente!
Unsere beiden Ur-ur-Omas, Dunja und Anna, sind nach einem langen und gesunden Leben bei uns im Alter von 14 Jahren eines friedlichen, natürlichen Todes gestorben.

Während der ersten Trächtigkeit erhält jede Hündin eine sog. eugenische Kur, das sind individuell zusammengestellte, hoch potenzierte homöopathische Mittel, welche nicht nur den Verlauf von Trächtigkeit, Geburt und Säugephase, sondern auch die langfristige Gesundheit und das Wesen bis in die nachfolgenden Generationen positiv beeinflussen.
Die Mittel werden jeweils von einem sehr erfahrenen homöopathisch arbeitenden Tierarzt individuell zusammen gestellt.

Auch die weitere seelische und gesundheitliche Entwicklung der erwachsenen Hunde und der Welpen wird homöopathisch begleitet.

Sofern eine Impfung von den späteren Besitzern gewünscht wird, wird diese zwecks besserer Verträglichkeit ebenfalls homöopatisch begleitet und erst etwa fünf Tage vor der Abgabe durchgeführt.
Auf diese Weise ist das Immunsystem der Welpen schon möglichst stabil, wenn es die Impfung verkraften muss. Andererseits bleibt aber auch Zeit, die Impfung zu verarbeiten, bevor durch den Umgebungswechsel beim Abholen viele neue Reize auf den Welpen zukommen.

Da die Welpen hier sehr naturnah und keineswegs keimfrei aufwachsen, gab es trotz frühzeitigem Kontakt auch zu fremden Hunden und Gegenden noch nie ernsthafte gesundheitliche Probleme.



Zum Schluss

 Bleibt nur noch zu erwähnen, dass es uns sehr viel Spaß macht und immer wieder sehr lehrreich ist, das Aufwachsen der Welpen zu begleiten. Durch die Beobachtung der Hunde im Umgang miteinander lernen wir bei jedem Wurf wieder etwas dazu. So ist unser Vertrauen in die natürlichen Abläufe kontinuierlich gewachsen.

Nach der doch immer wieder schmerzhaften Abgabe eines Wurfes warten wir dann schon sehnsüchtig auf den nächsten.
Dies gilt übrigens auch für unsere Hündinnen, die ihre Würfe stets begeistert gemeinsam großziehen. Manchmal muss ich gerade in der Anfangszeit direkt ein Machtwort sprechen, damit sich nicht alle  Hündinnen gleichzeitig in die Wurfkiste legen.
Da das Aufwachsen lassen der Welpen unser Hobby ist, gibt es nur einen, maximal zwei Würfe pro Jahr.
Wir haben seit Ende der neunziger Jahre eine anerkannte Elo-Zuchtstätte. Unsere Pudelos ziehen wir aber ganz ohne Bürokratie und Vereinsstress nach eigenem besten Wissen und Gewissen groß.


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